| Ein
kurzer Rückblick
Das Museum konnte 1998 auf sein 25 jähriges Bestehen zurückblicken. Begonnen hat alles
mit dem interessierten Schüler Arnulf Stapf, der vor rund 50 Jahren seine
ersten fossilen Muscheln fand und damit die Liebe zu den Fossilien, den
Zeugen des vergangenen Lebens auf der Erde, entdeckte. Bald wurde die
elterliche Wohnung zu klein für die stetig wachsende Sammlung und ein
weitblickender Bürgermeister stellte nach Fertigstellung des Neuen Rathauses
anfangs der siebziger Jahre den ersten Raum des Alten Rathauses für die
Stapf'sche Sammlung unentgeltlich zur Verfügung. Durch Spenden zahlreicher
Privatleute von Nierstein und der näheren Umgebung, aber auch durch
ansehnliche Beiträge lokaler Firmen konnten die ersten Vitrinen angeschafft
werden. Der Vater von Arnulf Stapf wurde bald zum geschätzten Museumsführer
und eifrigen Werber für den inzwischen gegründeten Förderverein, der sich
zur Aufgabe gestellt hatte, für die finanzielle Ausstattung des Museums zu
sorgen.
In mehreren Etappen vollzog sich der Ausbau, Jahr für Jahr kamen
neue Funde dazu und die Gemeinde überließ weitere Räume dem Museum. Ein Sohn
von Arnulf Stapf, der Designer Harald Stapf trat in die Fußstapfen des
Vaters. Ihm sind zahlreiche beachtliche Beiträge zur Sammlung und zur
Gestaltung des Museums mit seinen rund 2000 Exponaten zu verdanken. Aber
auch der äußerliche Rahmen verbesserte sich laufend. Heute sorgen rund 250
Mitglieder des Vereins zur Förderung des Niersteiner Paläontologischen
Museums aus ganz Deutschland und den angrenzenden Ländern durch ihre
Beiträge und Spenden sowie durch ihre praktische Hilfe, daß das Museum weit
über die Grenzen der Stadt Nierstein bekannt und geschätzt ist. Professoren
mit ihren Studentengruppen begutachten oft die Exponate und sind darüber
hinaus auch vom Niersteiner Wein sehr angetan. Auch mehrere Firmen, nicht
nur aus der Niersteiner Gegend, unterstützen heute das Museum und das Land
Rheinland-Pfalz hat viele Investitionen durch Zuschüsse ermöglicht.
Zum 20-jährigen Jubiläum 1992 konnte der Förderverein eine 98-seitige
Schrift mit zahlreichen farbigen Abbildungen der Exponate aus eigenen
Mitteln herausbringen, die den Besuchern auch noch nach dem Besuch eine
Erinnerung an das Museum sichert. Vater und Sohn Stapf lassen es sich nicht
nehmen, jeden Sonntag und sonst nach Vereinbarung persönlich und
unentgeltlich die Besucher durch die Sammlung zu führen, die Besonderheiten
hervorzuheben oder auch auf die Erlebnisse bei der Bergung der Fossilien
einzugehen. Die Gästebücher zeugen von einer sehr zufriedenen Gästeschar.
Zum monatlichen Stammtisch und den Vorträgen am ersten Freitag eines Monats,
die vom Freundeskreis des Museums veranstaltet werden, kommen inzwischen
Teilnehmer aus bis zu 250 km Entfernung.
Texte soweit nicht anders angegeben:
Dr. Klaus Naumburg, Bad Soden; Dr. Heinz Malz, Bramsche; Christian Keller, Ginsheim
Bilder sofern nicht anders angeben:
Gerhard Lichter, Biberach an der Riß, Dr. Klaus Naumburg, Bad Soden
Copyright: Freunde des Niersteiner Paläontologischen Museums e.V.
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